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Freude, schöner Götterfunken: #gehtwählen

Seit zwei Jahren arbeite ich für ein kanadisches Unternehmen, seit zwei Jahren bin ich „Die Europäerin“. Für meine Kollegen ist Deutschland einfach zu klein, um irgendwie als eigenständiger Markt angesehen zu werden. Ich bin gerne Europäerin. Europa hat ein verdammt gutes Ansehen: Das sind die, die sich gegenseitig helfen. Die Toleranz leben. Die Datenschutz wichtig finden. Europa wird als Gemeinschaft gefeiert und gerade als Deutsches Einheitskind erscheint mir das ein unfassbarer Wert.

Und damit dieses Europa so bleibt, sollten wir am Sonntag auf dem Weg zum Bäcker, nach dem Feiern, beim Zwischenstopp zum Spielplatz kurz in ein Wahllokal einkehren, um unsere Stimme abzugeben. Für Toleranz, für Gemeinschaft, für den Datenschutz und vor allem GEGEN die #afd. Eine Partei, dessen Landessprecher in Thüringen die These aufstellt, dass die Abneigung gegen Ausländer „biologisch normal“ sei, darf nicht die Chance bekommen in Brüssel gehört zu werden. Und um mit gängigen Scheinthesen aufzuräumen: Nur 0,2% aller HartzIV-Auszahlungen gehen überhaupt an EU-AusländerInnen

Wer noch keine Ahnung hat, wen er wählen soll, dem sei dieses ganz wunderbare Twitterdashboard des Europaparlaments empfohlen:  (Wen ihr nicht wählen sollt, ist glaube ich klar.)

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Ich bin davon überzeugt, dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben, und genau das gilt es zu beweisen. Mein Sohn soll sich ebenfalls als Europäer fühlen dürfen. Er soll wissen, wofür wir einstehen. Warum Toleranz ein unumstößliches Gut ist. Also ran an die Urnen und gebt Europa Eure Stimme.

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