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Bloggen und PR

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Als Mama-Blogger wird man doch das ein, oder andere Mal von sehr positiven PR-Menschen angeschrieben. Der Grundtenor dieser Anfragen ist meist folgender: „Ich finde Ihren Blog phantastisch, prägnant geschrieben, liebevoll… Oder mit andern Worten: Immer schön her mit den Superlativen. Ich mag im Übrigen PR-Menschen, die sind meistens wirklich wahnsinnig positiv. Man sollte sich davon ein paar im Freundeskreis halten. Die können ordentlich feiern.

Man nennt es auch Blogger Relations: Ich als PR- Mensch rede nicht nur mit den (echten) Journalisten, sondern auch mit Bloggern, weil die ja so schön authentisch sind. Mittlerweile gibt es unzählige Listen, wie man einen Blogger anschreibt. Kurzer Tipp: Wenn ich bereits nach zwei Sätzen weiß, dass ich hier eine 1a-Sammelmail vorliegen habe, die ein armer Praktikant verfasst hat, dann bin ich schneller beim Löschen, als mein Sohn Triceratops sagen kann.

Zielgruppenmäßig sind wir natürlich MEGA. Wenn ich meinen neuen Design-Kinderwagen, für den man auch ein Auto kaufen kann, an die Mama bringen will, sollte ich das in Medien tun, die von Müttern gelesen werden. Mama-Blogs drängen sich da quasi auf. Von so zugespitzten Verteilern kann man sonst nur träumen.

Um eins klar zu stellen: Ich finde das mit der Blogger Relation super. Wenn Valentina, die Kochbücher-Queen mir eine Empfehlung ausspricht, ist der Weg zum Buchhändler meines Vertrauens nicht mehr weit. Es funktioniert.

Trotzdem habe ich bisher noch keine Produkttests, Verlosungen, oder ähnliches gemacht. Einfach, weil nicht das richtige dabei war. Wenn etwas mein Leben leichter macht, innovativ ist, oder meinen „ich bin ein ökologisch guter Mensch“-Teil anspricht, dann werde ich es auch besprechen.  Über alles andere bewahre ich Schweigen. Und das ist auch besser so.

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Verliebt, verlobt…

Ich bin ja seit Neuestem verlobt. Ein Zustand, den ich nur jedem ans Herz legen kann. Ich bin mir sicher, dass wir dem Weltfrieden mit steigenden Verlobungen ganz beträchtlich näher kommen würden. Also runter auf die Knie ihr Männer und Frauen.

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Nach der Frage und der richtigen Antwort feierten der Mann und ich also drei Tage im wunderschönen Stockholm unsere Verlobung. Der Paule hätte sich vielleicht einen Ort wählen sollten, der dem Alkoholgenuss etwas offener entgegensteht, denn nach gefühlten fünfzig „Oh mein Gott.“-Ausrufen meinerseits, folgte ziemlich schnell die Ansage: Ich brauche jetzt sofort einen Schnaps. Wir haben also erstmal einen Teil unseres Ersparten in Aquavit investiert. Selbiger Schnaps eignet sich hervorragend zum Verarbeiten von Lebensplänen. Kann nicht schaden, irgendwo eine Flasche zu bunkern.

Irgendwann zwischen geräuchertem Lachs und einer unfassbar guten Weinbegleitung, meldete sich mein Projektmanagement-Teil: da war ja noch diese Sache mit der Hochzeit. Sobald wir also wieder Berliner Boden unter den Füßen hatten, beschloss ich das Hochzeits-Projekt in Angriff zu nehmen. Konnte ja nicht so schwer sein. Location finden, Leute einladen, feiern bis zum Morgen, glücklich bis zum Ende aller Zeiten. Bäm!

Denkste. Die Deutschen machen auch im Hochzeitsbusiness ihrer perfekten Planung alle Ehre: „Sie wollen im September heiraten? Also Sie meinen schon September 2015, oder?“ Sollte irgendjemand unter Euch zufällig ein bisschen Kleingeld übrigen haben, empfehle ich so ein runtergekommenes Schloss in Brandenburg zu erwerben, und es als Hochzeitslocation zu vermarkten. Scheint bombenmäßig zu laufen. Ich verstehe jetzt auch, warum die meisten Mädchen schon mit ihren Puppen Hochzeit spielen. Die hatten vermutlich Eltern, die schonmal vorsorglich nebenbei eine Spardose aufstellten, in der man bei jeder Spielhochzeit einen Euro (Äh Mark, Gott ich bin alt, aber is ja jetzt auch egal. Hah!) hineinwarf. Ich hatte keine Hochzeits-Spardose und werde vermutlich so 2020 heiraten.

Da mein Verlobungshoch aber noch voll wirkt, werde ich mich noch lange nicht geschlagen geben. Irgendwo wird es einen Ort geben, an dem wir einfach wunderbar mit viel Getöse das verdammt beste Paar feiern werden: Uns.