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Before Midnight: Eine Hommage an das Leben

Die Hitze legt sich über die Stadt und lässt Berlin flirren. Alles passier in Slow Motion und der Geruch nach geschmolzenem Eis klebt an Kinderarmen. Nur das Kino zeigt sich vom Sommer unbeeindruckt. Es ist kühl und wir drücken unsere nackten Beine in die Polstersessel. Ole ist heute nicht da und so sitzen Moritz und ich im York Kino und schauen den dritten Teil der einzig wahren Liebesgeschichte unserer Generation.
Die anderen Teile „Before Sunrise“ (das Kennenlernen und Verlieren) und „Before Sunset“ (das Wiederfinden) waren die Absolution des Kinos an meinen Lebensstil. Before Midnight feiert nun das Leben und hällt sich nicht länger mit Liebesschwüren auf. „Nicht die Liebe zu einem anderen Menschen zählt, sondern die Liebe zum Leben.“
Für ihn ist es der zweite Versuch. Sein Scheitern ist wie die Anstandsdame, die sich immer wieder in das Leben der beiden einschaltet und die Leichtigkeit zerschlägt. Er verabschiedet seinen Sohn am Flughafen. Ein Zuschauer im Leben seines Sohnes, das sich an einem anderen Teil der Welt abspielt. Sie wünscht sich wieder denken zu können, ohne Kinderfüße, die trabbeln. „Jetzt weiß ich warum Sylvia Plath ihren Kopf in den Toaster gesteckt hat.“ „Es war kein Toaster, es war ein Ofen.“ Und dazwischen der Sex, „Küsschen, Küsschen, Titte, Titte, MUSCHI“
Hätte ich das Zeug zum Groupie, ich würde vor dem Haus von Richard Linklater campen und Moritz würde mir Caffé vorbeibringen.

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